Vorlage · Resilienz

Cashflow-Cockpit: Vier Wochen Liquidität auf einer Seite.

Eine Vorlage mit Anleitung und interaktiver Vier-Wochen-Ansicht: Anfangsbestand plus erwartete Einzahlungen minus geplante Auszahlungen ergibt den Endbestand – und der wird zum Anfang der nächsten Woche.

Autor
Peak Atlas Redaktion
Lesezeit
ca. 3 Min. · 611 Wörter
Zugang
kostenlos, ohne Anmeldung

Wozu das Cockpit dient

Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung sagt dir, ob das Geschäft funktioniert. Sie sagt dir nicht, ob du am Monatsende die Gehälter zahlen kannst. Dafür brauchst du eine Sicht, die nur eine Frage beantwortet: Wie viel Geld ist wann tatsächlich auf dem Konto? Das Cashflow-Cockpit beantwortet diese Frage für die nächsten vier Wochen – auf einer Seite, wöchentlich aktualisiert.

Vier Wochen sind bewusst kurz. In diesem Zeitraum kennst du die meisten Einzahlungen namentlich (welche Rechnung, welcher Kunde, welcher Termin) und die meisten Auszahlungen ebenso. Längere Zeiträume gehören in eine Liquiditätsplanung; das Cockpit ist das Steuerungsinstrument für den nahen Horizont.

Die Rechenlogik

Die Formel ist einfach und ändert sich nie:

Der Anfangsbestand der ersten Woche ist der tatsächliche Kontostand zum Stichtag, abzüglich bereits beauftragter, aber noch nicht gebuchter Zahlungen. Alle weiteren Anfangsbestände rechnet das Cockpit selbst.

Drei Regeln für saubere Zahlen

Einzahlungen nie mit Pipeline vermischen
In das Cockpit gehören nur Einzahlungen mit Rechnung oder verbindlicher Zusage und einem Termin. Ein Angebot, das „wahrscheinlich“ kommt, ist Pipeline – es gehört in den Forecast, nicht ins Cockpit. Wer beides mischt, sieht Liquidität, die es nicht gibt.
Jede Position hat einen Status
Einzahlungen: „Rechnung gestellt“, „zugesagt“, „überfällig“. Auszahlungen: „fest“ (Gehälter, Miete, Steuern), „geplant“ (bestellte Leistungen), „optional“ (verschiebbar). Der Status entscheidet, worüber du in der Woche sprichst.
Jede Position hat einen Verantwortlichen und eine nächste Aktion
Eine überfällige Rechnung ohne Verantwortlichen bleibt überfällig. Die nächste Aktion ist konkret: „Anruf Buchhaltung Kunde X am Dienstag“, nicht „nachfassen“.

Die Felder

Felder je Position
FeldBedeutungBeispiel (fiktiv)
WocheKalenderwoche, in der die Zahlung erwartet oder geplant istWoche 2
ArtEinzahlung oder AuszahlungEinzahlung
BezeichnungRechnung, Kunde oder ZweckRE-1041 Kunde Nord
BetragNetto-Zahlungsbetrag in Euro4.800
TerminZahlungsziel bzw. Fälligkeit als Datum14.10.
StatusRechnung gestellt / zugesagt / überfällig bzw. fest / geplant / optionalüberfällig
VerantwortlichGenau eine PersonL. Berger
Nächste AktionKonkreter Schritt mit TerminAnruf Buchhaltung Di.

Das interaktive Cockpit

Unten kannst du das Cockpit direkt im Browser ausfüllen. Der Beispielmodus füllt die Tabelle mit ausdrücklich fiktiven Werten, damit du die Logik siehst; „Zurücksetzen“ liefert eine leere Vorlage. Alle Eingaben bleiben in deinem Browser: Es gibt keine Speicherung auf einem Server, keine Übertragung und keine Sitzung – wenn du die Seite neu lädst, ist die Tabelle leer. Nutze den CSV-Export oder den Druck, um deinen Stand festzuhalten.

Interaktive Vier-Wochen-Ansicht

Cashflow-Cockpit

Rechnet nur in deinem Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen – beim Neuladen ist die Ansicht leer. Exportiere per CSV oder drucke, wenn du den Stand behalten willst.

Kontostand abzüglich bereits beauftragter, noch nicht gebuchter Zahlungen.

Wochen mit Endbestand unter der Reserve werden markiert.

Woche 1

Anfangsbestand
0 €
+ Einzahlungen
0 €
− Auszahlungen
0 €
= Endbestand
0 €

Erwartete Einzahlungen (mit Rechnung oder verbindlicher Zusage)

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Geplante Auszahlungen

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Woche 2

Anfangsbestand
0 €
+ Einzahlungen
0 €
− Auszahlungen
0 €
= Endbestand
0 €

Erwartete Einzahlungen (mit Rechnung oder verbindlicher Zusage)

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Geplante Auszahlungen

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Woche 3

Anfangsbestand
0 €
+ Einzahlungen
0 €
− Auszahlungen
0 €
= Endbestand
0 €

Erwartete Einzahlungen (mit Rechnung oder verbindlicher Zusage)

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Geplante Auszahlungen

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Woche 4

Anfangsbestand
0 €
+ Einzahlungen
0 €
− Auszahlungen
0 €
= Endbestand
0 €

Erwartete Einzahlungen (mit Rechnung oder verbindlicher Zusage)

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Geplante Auszahlungen

BezeichnungBetrag (EUR)TerminStatusVerantwortlichNächste AktionEntfernen

Endbestand Woche 4

0 €

Niedrigster Wochen-Endbestand

0 €

Überfällige Einzahlungen gesamt

0 €

Leere CSV-Vorlage

Die Wochenroutine

  1. 01Kontostand eintragen, bereits beauftragte Zahlungen abziehen: Das ist der Anfangsbestand.
  2. 02Alle offenen Rechnungen mit Termin in den vier Wochen als Einzahlungen erfassen; Status prüfen, überfällige markieren.
  3. 03Feste Auszahlungen (Gehälter, Miete, Steuern, Kredite) eintragen, dann geplante, dann optionale.
  4. 04Endbestände lesen. Wird eine Woche negativ oder unterschreitet sie deine Mindestreserve, ist das die Aufgabe der Woche.
  5. 05Für jede überfällige Einzahlung und jede optionale Auszahlung eine nächste Aktion mit Verantwortlichem festlegen.
  6. 06Exportieren oder drucken, ablegen, nächste Woche wiederholen. Vergleiche den Vorwochen-Stand: Welche Einzahlung ist nicht gekommen und warum?

Was das Cockpit nicht ist

  • Keine Buchhaltung und kein Ersatz für Kontoauszüge. Das Cockpit plant; gebucht wird woanders.
  • Keine Liquiditätsplanung über Monate oder Jahre. Dafür braucht es Annahmen, die hier bewusst fehlen.
  • Keine Steuer- oder Rechtsberatung. Fälligkeiten von Steuern und Abgaben klärst du mit deiner Steuerberatung.
  • Keine Datenhaltung. Das Cockpit speichert nichts – weder lokal noch auf einem Server.

Wenn du das Cockpit lieber in deiner Tabellenkalkulation führen willst, lade die CSV-Vorlage herunter. Sie enthält dieselben Spalten und einen Erklärungsblock in der ersten Zeile.

Downloads

Zum Mitnehmen

Markdown öffnet sich in jedem Texteditor oder Notiz-Tool. CSV-Dateien sind Semikolon-getrennt und öffnen sich direkt in Excel, Numbers oder LibreOffice.

Gespräch

Du willst das auf deine Situation übertragen? Ein Erstgespräch klärt, wo dein größter Hebel liegt.

Erstgespräch buchen