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Problem · Unklare Produktprofitabilität

Der Bestseller verkauft sich. Aber verdient er auch?

Umsatz je Produkt sagt wenig. Erst nach Wareneinsatz, Versand, Gebühren und Werbung zeigt sich, welche Artikel das Geschäft tragen und welche nur Arbeit machen.

Ein Produkt, ein Ergebnis

Nimm deinen meistverkauften Artikel. Und rechne ihn durch.

Trag die Werte für eine verkaufte Einheit ein. Danach dasselbe für das Produkt, bei dem du am unsichersten bist.

Verkaufspreis ohne Umsatzsteuer, nach Rabatten.

€

Einkauf oder Herstellung je Einheit.

€

Je verkaufter Einheit.

€

Zahlungs- und Marktplatzgebühren in % vom Nettoerlös.

%

Werbebudget geteilt durch Verkäufe.

€

Deckungsbeitrag je Einheit

17,50 €

Deckungsbeitragsquote 35,1 % · variable Kosten 32,40 €

  • Wareneinsatz18,00 €
  • Versand & Verpackung4,90 €
  • Zahlungs- und Marktplatzgebühren1,50 €
  • Werbekosten je Verkauf8,00 €

So viel trägt jede Einheit zu den Fixkosten bei. Größter Kostenblock: Wareneinsatz (36,1 % vom Nettoerlös).

Annahmen und Grenzen

  • Die Rechnung gilt je Einheit. Retouren musst du anteilig in die Kosten einrechnen.
  • Werbekosten je Verkauf sind ein Durchschnitt; bei Erstkäufen liegen sie oft höher als bei Wiederkäufen.
  • Fixkosten wie Miete oder Gehälter fehlen bewusst. Der Deckungsbeitrag muss sie erst noch bezahlen.

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Woran du es merkst

Die Umsatzliste ist klar. Die Gewinnliste fehlt.

  • Im Shop-Bericht stehen die Bestseller ganz oben, aber niemand weiß, was sie nach Kosten einbringen.
  • Preise wurden einmal kalkuliert und seitdem nicht mehr geprüft, obwohl Einkauf und Versand teurer wurden.
  • Rabattaktionen laufen auf allen Produkten gleich, egal wie dünn die Marge ist.

Ursachen verstehen

Warum die Marge je Produkt so oft unbekannt ist.

  1. 01

    Kosten werden nur gesamt betrachtet

    Woran du es merkst
    Du kennst die Versandkosten des Monats, aber nicht die je Bestellung.
    Warum es passiert
    Rechnungen von Logistik, Zahlungsanbietern und Marktplätzen kommen als Summen, nicht je Artikel.
    Was hilft
    Jeden Kostenblock einmal durch die Zahl der Bestellungen teilen und je Produkt eintragen.
    Grenze
    Ein Durchschnitt reicht für die erste Einschätzung, nicht für sperrige oder sehr leichte Ausreißer.
  2. 02

    Die Kalkulation ist veraltet

    Woran du es merkst
    Der Verkaufspreis ist seit Jahren gleich, der Einkaufspreis nicht.
    Warum es passiert
    Preise werden beim Launch gerechnet und danach nur noch nach Gefühl angepasst.
    Was hilft
    Einen festen Termin pro Quartal setzen, an dem die zehn umsatzstärksten Produkte neu gerechnet werden.
    Grenze
    Bei stark schwankenden Einkaufspreisen reicht ein Quartal nicht.
  3. 03

    Werbung wird nicht zugeordnet

    Woran du es merkst
    Ein Produkt wirkt profitabel, solange die Werbekosten im Marketingbudget stehen.
    Warum es passiert
    Werbekosten werden als Fixkosten behandelt, obwohl sie je Verkauf anfallen.
    Was hilft
    Werbekosten je Verkauf schätzen und als eigene Zeile in die Rechnung nehmen.
    Grenze
    Ohne saubere Zuordnung je Kampagne bleibt es eine Schätzung.
  4. 04

    Varianten werden zusammengefasst

    Woran du es merkst
    Das Produkt rechnet sich, aber eine Größe oder Farbe kommt ständig zurück.
    Warum es passiert
    Retouren und Einkaufspreise unterscheiden sich je Variante, die Auswertung nicht.
    Was hilft
    Die Varianten mit den meisten Retouren einzeln rechnen.
    Grenze
    Bei wenigen Varianten mit gleichem Einkauf lohnt sich der Aufwand nicht.

Lösungswege

Von der Tabelle bis zur laufenden Kalkulation.

Lösungswege für unklare Produktprofitabilität im Vergleich
WegReicht, wennGrenze
Kalkulationstabelle je ProduktDu hast bis etwa zwanzig Produkte, und deine Kosten ändern sich selten.Jede Kostenänderung musst du von Hand in allen Zeilen nachziehen.
Auswertung der BuchhaltungDu brauchst den Gesamtgewinn für Steuer und Bank.Zeigt Kostenarten, aber keine Werte je Produkt oder Variante.
Kalkulation im Shop-SystemDein Shop erfasst Einkaufspreise und du verkaufst nur dort.Versand, Gebühren und Werbung fehlen meist in der Rechnung.
Peak OneDu willst Deckungsbeitrag, Szenarien und Mindestmargen je Produkt an einem Ort.Die Rechnung ist nur so gut wie die eingetragenen Kosten.

Peak One in Aktion

Vom Sortiment zur Preisentscheidung.

  1. AuslöserWelche Produkte verdienen wirklich Geld?
  2. 01 · SortimentSignalMargin Overview zeigt, wo du tatsächlich Geld verdienst.
  3. 02 · ProduktVerständnisProduct Calculation rechnet, ob sich jedes Produkt trägt.
  4. 03 · SzenarioEntscheidungMargin Scenarios zeigt, was mit der Marge passiert, wenn Preis oder Kosten sich ändern.
  5. 04 · RegelAktionMargin Rules hält fest, welche Mindestmarge künftig gilt.
Ergebnis: Jedes Produkt hat einen Deckungsbeitrag und eine Untergrenze, an der du Preise misst.

Die Apps dazu

Verfügbar in Peak One.

Drei Schritte

Mit zehn Produkten anfangen. Nicht mit allen.

  1. 01 / 03

    Die umsatzstärksten wählen

    Die zehn Produkte mit dem meisten Umsatz der letzten drei Monate auflisten.

  2. 02 / 03

    Je Einheit rechnen

    Für jedes den Deckungsbeitrag mit Ware, Versand, Gebühren und Werbung je Verkauf ausrechnen.

  3. 03 / 03

    Das schwächste angehen

    Für das Produkt mit dem niedrigsten Deckungsbeitrag eine Entscheidung treffen: Preis, Einkauf oder Werbung.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Welche Kosten gehören in den Deckungsbeitrag?

Alle Kosten, die mit jeder verkauften Einheit anfallen: Wareneinsatz, Versand und Verpackung, Zahlungs- und Marktplatzgebühren, Retourenanteil und Werbekosten je Verkauf. Miete und Gehälter gehören nicht dazu.

Ab welchem Deckungsbeitrag ist ein Produkt gut?

Das hängt von deinen Fixkosten und Mengen ab. Entscheidend ist, ob die Summe aller Deckungsbeiträge die Fixkosten deckt. Eine feste Prozentzahl, die für alle passt, gibt es nicht.

Soll ich Produkte mit niedrigem Deckungsbeitrag auslisten?

Nicht sofort. Manche ziehen Erstkäufer an, die später profitabel wiederkaufen. Prüfe zuerst Preis, Einkauf und Werbung; auslisten ist der letzte Schritt.

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