Die Pipeline zeigt Hoffnung, nicht Stand
Projekte bleiben über Monate „in Verhandlung“, ohne dass sich etwas bewegt. Wahrscheinlichkeiten werden geschätzt, nicht aus Kriterien abgeleitet.
Branche 09 · Industrie & Maschinenbau
Im Maschinen- und Anlagenbau dauert der Weg von der Anfrage zum Auftrag Monate. Spezifikationen ändern sich, mehrere Entscheider prüfen, Vertrieb und Technik müssen sauber übergeben. Wir arbeiten an einem Prozess, der qualifizierte Projekte sichtbar macht – statt Leadmengen zu zählen.
Erstgespräch – wir schauen auf offene Projekte, Entscheider und die Übergabe zwischen Vertrieb und Technik.

Drei Engpässe
Projekte bleiben über Monate „in Verhandlung“, ohne dass sich etwas bewegt. Wahrscheinlichkeiten werden geschätzt, nicht aus Kriterien abgeleitet.
Angebotsannahmen, Sonderwünsche und Zusagen erreichen Konstruktion und Projektleitung lückenhaft. Nacharbeit und Margenverlust folgen im Projekt.
Messen und Kampagnen erzeugen Adressen, aber keine qualifizierten Anfragen mit Bedarf, Zeitpunkt und Budget. Der Vertrieb ignoriert sie zu Recht.
Geschäftsmodell
Zwischen erstem Kontakt und Auftrag liegen Monate, manchmal Jahre. Ein Prozess muss diese Dauer aushalten, ohne dass Chancen aus dem Blick geraten.
Anforderungen werden gemeinsam mit dem Kunden entwickelt. Jede Änderung wirkt auf Preis, Termin und Machbarkeit – und muss dokumentiert sein.
Technik, Einkauf, Produktion und Geschäftsführung bewerten unterschiedlich. Wer nur den technischen Ansprechpartner kennt, erfährt zu spät vom Budgetstopp.
Drei Diagnosefragen
Sie zeigen, ob zuerst Pipeline, Entscheider oder Übergabe zu klären sind.
Ansatzpunkte
Jede Projektstufe hat Bedingungen: Bedarf bestätigt, Spezifikation abgestimmt, Entscheider bekannt, Budget und Zeitpunkt genannt. Wahrscheinlichkeit folgt aus Kriterien.
Für jedes größere Projekt werden Rollen, Haltung und offene Fragen der Beteiligten festgehalten – als Grundlage für den nächsten Schritt.
Ein definierter Übergabepunkt mit Checkliste: Spezifikation, Annahmen, Zusagen, Termine – bevor das Projekt startet.
Anfragen aus Messen und Kampagnen werden nach Bedarf, Zeitpunkt und Rolle vorqualifiziert, bevor der Außendienst Zeit investiert.
Dokumentierte Fälle
Für Mühle-Glashütte haben wir einen Webauftritt mit Branding gestaltet, für das Ingenieurbüro Hausammann eine neue Website. Beides sind Website-Projekte – keine Belege für Vertriebsprozess-, Pipeline- oder Übergabearbeit.
Beispiel
Ein Sondermaschinenbauer führt vierzig offene Projekte, von denen die Hälfte seit über einem Jahr auf derselben Stufe steht. Der Einstieg wäre eine Pipeline-Analyse mit prüfbaren Kriterien je Stufe – und eine ehrliche Bereinigung, bevor neue Anfragen ins System kommen.
Liefergegenstände
Stufen, Austrittskriterien und Review-Rhythmus für langlaufende Projekte.
Struktur zur Erfassung von Rollen, Haltung und offenen Punkten je Projekt.
Standard für den Wechsel vom Vertrieb in Konstruktion und Projektleitung.
Was wir nicht tun
Wir arbeiten an Vertriebsprozess, Pipeline, Entscheiderführung und Übergaben. Konstruktion, Kalkulation und technische Bewertung bleiben bei deinen Ingenieuren.
Häufige Fragen
Die Inhalte sind individuell, die Entscheidungslogik nicht. Bedarf, Spezifikation, Entscheider, Budget und Zeitpunkt müssen in jedem Projekt geklärt werden. Genau daraus entstehen die Stufen.
Mit einem festen Rhythmus: Jedes Projekt hat einen nächsten Schritt mit Datum. Fehlt er über eine definierte Zeit, wird das Projekt bewusst pausiert – nicht stillschweigend mitgeschleppt.
Meist nicht. Entscheidend ist, dass Stufen, Kriterien und Entscheider im vorhandenen System abgebildet werden können. Wir prüfen zuerst, was da ist.
Passende Leistungen
Nächster Schritt
Im Erstgespräch schauen wir auf Pipeline, Entscheider und Übergaben – und sagen dir, was zuerst geklärt gehört.